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28.2.2017 : 2:14

Was ist Montessori-Pädagogik?

Maria Montessori (1870-1952) war die erste Frau, die in Italien Ärztin werden durfte. In der praktischen Arbeit mit behinderten und nichtbehinderten Kindern entdeckte sie, dass die Entwicklung von Kindern in Perioden verläuft. In diesen "sensiblen Phasen" sind Kinder in der Lage, sich über eine lange Zeit einer Sache hinzugeben und konzentriert zu arbeiten (Montessori nennt dies "Polarisation der Aufmerksamkeit"). Voraussetzung hierfür ist, dass das Kind sich spontan für die Sache interessiert und dafür geeignetes Lernmaterial in einer gut vorbereiteten Umgebung findet.

Der Erfolg der Montessori-Pädagogik wird dadurch begründet, dass das Kind Art und Dauer seines Lernprozesses gemäß seinem individuellen Entwicklungstempo selbst bestimmt. Der Lehrer gibt dabei seine herkömmliche Rolle als Wissensvermittler auf. Stattdessen ermutigt er als "Lernhelfer" die Kinder, ihre Lernprozesse selbst zu organisieren.
"Hilf mir, es selbst zu tun!"
ist einer der Grundsätze der Montessori-Pädagogik.

Das Kind baut in freier Selbstverantwortung seine Persönlichkeit auf. Es lernt Entscheidungen zu fällen, Handlungen konsequent durchzuführen, dabei die Eigengesetzlichkeit der Dinge und die Bedürfnisse der anderen Menschen zu respektieren.